Gartenteich trifft Kunst
Ein Schwimmbiotop, das zugleich Kunstwerk ist: Rund um den Kunsttempel von Nanu Mazuku fließen Bau, Malerei und Wassertechnik ineinander. Das Becken ist bemalt, der Wasserfall stürzt über das Tempeldach, Mosaike und Skulpturen begleiten das Wasser bis ins letzte Detail.
Die Technik im Hintergrund
Das Wasser nimmt einen weiten Weg. Zwei Skimmer und zwei starke Pumpen befördern es aus dem Pumpenschacht rund 2,7 Meter hinauf aufs Dach, durch zwei Teichfilter und von dort zurück in Bachlauf und Wasserfall.
„Da ich vor dem Bau skeptisch war, ob die lasergemessene Wasserfallkante genug Power bekommt für eine ausreichende Wasserglocke, hab ich zur Sicherheit noch drei 15.000-Liter-Teichpumpen eingebaut. Insgesamt blas ich 105.000 Liter pro Stunde übers Tempeldach.“
Die Biotopanlage besteht aus Dichtbeton, gesponsert von Cemex. Mazukus künstlerische Projekte werden von Wirtschaft und Industrie unterstützt, besonders hervorzuheben ist die langjährige, experimentelle Zusammenarbeit mit der Firma Sto in bauchemischen Belangen.
Bis ins letzte Detail
Im Becken liegt eine gemalte Unterwasserlandschaft mit vielen Meerestieren. Dazu kommen Mosaikarbeiten, ein Wasserspiel, das auch bei Tauwetter seinen Reiz hat, und eine sorgfältig gestaltete Wassereinspeisung für den Wasserfall. Selbst im Winter bleibt die Anlage ein Blickfang.

Figur und Mosaik am Beckenrand

Die gemalte Unterwasserlandschaft

Das Wasserspiel bei Tauwetter

Die Wassereinspeisung für den Wasserfall

Auch im Winter ein Blickfang
Impressionen aus dem Kunsttempel
Eine Auftragsarbeit: Brunnen am Schwimmteich
Neues vom Schwimmbiotop: Krähe „Einstein“ und der Vorführeffekt
Die aktuellen Bilder vom 1. Mai 2013 zeigen, wie klar das Wasser dank der beiden Filter bleibt. Dazu erzählt Nanu Mazuku eine kleine Geschichte:
„Krähe ‚Einstein‘ hat innerhalb von drei Wochen unseren Goldfischbestand um 50 Prozent reduziert. Ursprünglich überlegte ich schon zwei Jahre, wie wir unseren Goldfischbestand reduzieren könnten. Fangen lassen sie sich kaum, und wenn sie mich um Futter anbetteln, tun sie mir doch leid.
Letztes Jahr haben wir zwei Barsche im Teich ausgesetzt, die auf natürliche Weise den Jungfischbestand reduzieren sollten. Aber sie waren wie verschollen. Nun aber kommt seit drei Wochen eine sehr aufdringliche Krähe zum Biotop. Sie legt sich nicht nur mit unseren Katzen an, sondern fischt sich auch noch die Goldfische raus.
Verjagen lässt sie sich nicht. Kaum drehte ich mich um, war sie schon wieder da. Erst als ich mich mit der Kamera auf die Lauer legte, um das Naturereignis zu dokumentieren, war sie plötzlich nicht mehr da. Der typische Vorführeffekt eben. Es sind auch noch genug Goldfische da.“

Das Schwimmbiotop im Mai 2013

Noch genügend Goldfische, trotz Krähe

Biotop und Wasserfall

Das Wasser strömt übers Tempeldach

Der Aufgang zum Kunsttempel

Kunstvoll gestaltete Ausläufe

Zwei Filter sorgen für klares Wasser

Blick von der anderen Seite
Das Schwimmbiotop wurde auch im Blog „Teichreport“ von Jürgen Saladin vorgestellt:Beitrag von 2011undBeitrag von 2013.










